Die Herausforderungen für die kommunale IT sind groß und sie sind vielfältig. Die Frage, wie die digitale Souveränität gewährleistet werden kann, ist zentral. Aber auch der Einsatz Künstlicher Intelligenz, die Garantie der Cybersicherheit und die Umsetzung der Registermodernisierung stehen weit oben auf der Agenda. Wie es gelingen kann, diese Anforderungen an die IT-Infrastruktur erfolgreich und zukunftssicher zu erfüllen, war das Kernthema des Komm.ONE-IT-Leiter-Treffens im Bürgerzentrum in Bruchsal am 19.03.2026.
Regierungsbezirk Karlsruhe: Kommunale IT kann’s
„Wir bieten konkrete Lösungen für die aktuellen und kommenden Aufgabenstellungen der Kommunen – alles aus einer Hand. Für uns ist es dabei essenziell, immer im engen Austausch mit unseren Mitgliedern und Kunden zu stehen, um passgenaue, bedarfsgerechte Standards zu entwickeln“, sagt Jörg Eberle, Mitglied des Komm.ONE-Vorstands und Leiter der Business Unit DevOps & Cloud. Eine wichtige Gelegenheit zum Gespräch und Diskurs sind die jährlichen IT-Leitertreffen für die Regierungsbezirke Freiburg, Stuttgart, Karlsruhe und Tübingen.
Böblingen teilt seine Erfahrungen
Dieses Jahr gab es eine Premiere: Mit dem Vortrag "Digitalisierung - Organisation & Herausforderungen bei der Stadt Böblingen" stellte erstmals ein Mitglied seinen Weg vor und gab das gesammelte Wissen weiter. Wir haben die Böblinger Digitalisierungsbeauftragte Maylin Pfrommer, die in Bruchsal und Kornwestheim hierzu referierte, zu Ihren Tipps befragt.
Mailyn Pfrommer, Digitalisierungsbeauftragte der Stadt Böblingen
Komm.ONE: „Sie berichten über die Erfahrungen der Stadt Böblingen. Wie kam es dazu?“
Mailyn Pfrommer: „Wir sind in Böblingen sehr stolz auf das, was wir im Bereich der Digitalisierung schon alles bewegen konnten. Aber auch wir haben nicht ohne Vorbilder angefangen. Es ist immer leichter, sich an schon bestehenden Lösungen zu orientieren. Das haben wir getan und deshalb wollten wir unsere Erfahrungen ebenfalls mit anderen Kommunen teilen.“
Komm.ONE: „Was waren aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen?“
Mailyn Pfrommer: „Akzeptanz ist ein wichtiges Thema. Es gibt immer motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die gerne Neuerungen mitgestalten. Aber auch die Kolleginnen und Kollegen, die eine eher kritische Haltung einnehmen, gilt es zu überzeugen und mitzunehmen. Ein weiterer Punkt ist die Strukturierung und Priorisierung der Digitalisierungsthemen. Bei der Fülle an Möglichkeiten ist das nicht einfach, aber notwendig. Hinzu kommt als weiterer Aspekt die Haushaltslage, die zunehmend eine Herausforderung darstellt.
Komm.ONE: „Welchen persönlichen Top-Tipp geben Sie anderen mit?“
Mailyn Pfrommer: „Mit einem Wort: Dranbleiben. Selbst wenn etwas im Moment nicht geht, kommen wieder anderen Zeiten, in denen es flutscht, in denen der Schwung wieder da ist. Oft wird in neuen Situationen und aus geänderten Rahmenbedingungen heraus deutlich, welchen Mehrwert die Digitalisierung hat.“
Auf dem Bild von links nach rechts: Tom Kasper, Teamleiter Fachservice Informationssicherheit und André Kesenheimer, Produktmanager Fachservice externer Datenschutz sprachen über das Notfallmanagement. Produktmanagerin Julia Niedack stellte die eSignatur und den Siegelservice vor.
Gut aufgestellt beim Notfallmanagement
Ein weiteres Thema, das in den Gesprächen vertieft wurde, war das Notfallmanagement für Kommunen. Denn die Lage ist nach wie vor ernst. Das zeigt der Lagebericht zur IT-Sicherheit in Deutschland 2025 des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, BSI. „Jede Kommune sollte auf einen Hackerangriff vorbereitet sein“, betonte daher Tom Kasper, Teamleiter Fachservice Informationssicherheit der Komm.ONE bei seinem Vortrag. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Incident Response Teams. Zum einen ist bei der Prävention, Detektion und Reaktion ein Cyber Security Incident Response Team, kurz CSIRT genannt, aktiv. Das CSIRT ergreift bei einem Sicherheitsvorfall sofort die erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen. Vor Ort ist das Mobile Incident Response Teams, MIRT abgekürzt, im Einsatz. Das MIRT unterstützt bei der Wiederherstellung einer sicheren IT-Umgebung mit Hard- und Software sowie Know-How.
Weitere Impressionen
Gespannte Erwartung vor dem Start: Kundenmanager Roman Gratl und Benjamin Bayer sowie Kerstin Mooren, Teamleiterin Mitglieder- und Kundenbetreuung, und Kundenmanagerin Melda Dernek begrüßten die Gäste.
Und viel Vorfreude - Hier: Frank Kämmle, Centerleiter Mitglieder- und Kundenmanagement, Thomas Wagner, Bereichsleiter Mitglieder- und Kundendialog, Dr. Georg Dinter, Stabstelle Portfoliomanagement, und Jörg Eberle, Mitglied des Komm.ONE-Vorstands und Leiter der Business Unit DevOps & Cloud (von links nach rechts)
Schon vor dem Beginn der Veranstaltung wurden die ersten Gespräche geführt. Hier im Bild (von links nach rechts): Kai Bickler, Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis, und Steffen Jung, Kundenmanager des Teams Karlsruhe, tauschten sich aus.
Für alle, die ihre Komm.ONE-Ansprechpartnerinnen und -Ansprechpartner noch nicht persönlich kannten, gab es zu Beginn die obligatorische Vorstellungsrunde.
Die Pausen wurden dann zum angeregten fachlichen Gespräch und intensiven Netzwerken genutzt. In der Bildmitte: Peter Wöhrle, Bereichsleiter interne Challenges zu Innovationsthemen, der heute zu den Themen Künstliche Intelligenz und digtale Souveränität referierte.
Der Mix aus Fachvorträgen und Gesprächsrunden kam an. „Vorort-Termine finde ich gut – zum Netzwerken, zum Kennenlernen. Eigentlich sollten solche Treffen noch viel häufiger stattfinden. Die Vorträge waren spannend. Es ging genau um die Themen, die uns als Kommune beschäftigen: KI, Cybersicherheit und elektronische Signaturen“, sagt Kathrin Mohr, IT-Leiterin der Gemeinde Karlsdorf-Neuthard.
Termin des nächsten und letzten IT-Leiter-Treffens
Am 24.03.2026 für den Regierungsbezirk Tübingen in Biberach a.d. Riss
Lesen Sie hier alles zum ersten IT-Leiter-Treffen in Freiburg. Wie das Treffen in Kornwestheim verlief, erfahren Sie an dieser Stelle.








