Pressemitteilung

Baden-württembergische Kommunen bündeln Kraft und Kompetenz

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Am 27. November 2025 kamen in der Kongresshalle Böblingen Vertreterinnen und Vertreter baden-württembergischer Kommunen bei der 4IT-Verbandsversammlung zusammen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung des Zweckverbandes der kommunalen IT-Dienstleiterin Komm.ONE standen die Gespräche zur digitalen Zukunft der öffentlichen Verwaltung.

„Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in Baden-Württemberg ist eine drängende Aufgabe“, sagt Landrat Roland Bernhard, 4IT-Verbandsvorsitzender. „Wir müssen auf gleich mehreren Handlungsfeldern Gas geben, dazu zählen digitale Souveränität, KI, die Umsetzung des Once-Only-Prinzips mit Ende-zu-Ende-Prozessen und Registermodernisierung.“ Den neuen Schwung vom Bund eines eigenen Ministeriums mit einem verantwortlichen Minister muss nun auch vom Land mitgenommen werden. Vor der anstehenden Landtagswahl wendet sich Roland Bernhard an die künftige Landesregierung: „Darin haben wir die wichtigsten Prioritäten formuliert, damit es zügig vorangeht und die Menschen endlich Fortschritte spüren.“ Eine zentrale Forderung ist die Einrichtung einer übergreifenden Ressortzuständigkeit für Digitalisierung und Staatsmodernisierung im Staatsministerium oder einem eigenständigen Ministerium. „Der Staat muss mehr Technologie wagen und Kompetenzen bündeln“, appelliert der Landrat in Richtung Politik. Doch aus diesem Spannungsfeld ergeben sich auch Chancen. „Wir haben ein klares Ziel: Gemeinsam werden wir als kommunale IT-Dienstleisterin mit den Kommunen die digitale Zukunft gestalten“, sagt William Schmitt, Vorstandsvorsitzender der Komm.ONE. „Es wird nicht einfach
werden und wir werden all unsere Kraft und Kompetenz benötigen – aber zusammen gelingt uns die digitale Transformation.“

Länderübergreifende Kooperationen

Wie die Zukunft aussehen kann, wurde auf der 4IT-Verbandsversammlung skizziert. „Wir reagieren auf die vielfältigen politischen, wirtschaftlichen und technischen Veränderungen und richten die Komm.ONE neu aus. Für uns stehen die Kommunen im Mittelpunkt. Als Service- und
Informationsproviderin bieten wir Lösungen für das gesamte Leistungsspektrum des öffentlichen Dienstes an – digital, auf dem neuesten Stand, passgenau“, sagt Jörg Eberle, Mitglied des Vorstands der Komm.ONE. Ein wesentlicher Baustein des Fullservice-Angebots sind bundes- und landesweite Kooperationen. „Gemeinsam mit den Kommunen, anderen Dienstleistern, Land und Bund bringen wir unsere Erfahrung, Expertise und unser Engagement in Projekte ein und schaffen einen echten Mehrwert“, sagt Bernd Krakau, Mitglied der Komm.ONE-Geschäftsleitung. 

Anforderungen an Cybersicherheit aus kommunaler Sicht

Die Lage ist weiterhin angespannt. Die Zahlen des Cybersicherheitsberichts 2025 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik, BSI, zeigen: Die öffentliche Verwaltung in Deutschland war im letzten Jahr ein Hauptziel der Cyberspionage. Hinzu kommen Angriffe von
kriminellen Hackern. „Entscheidend für die Sicherheit ist, dass Kommunen sich schützen, indem sie ihre Resilienz stärken“, sagt Uwe Sehner, Komm.ONE-Centerleiter Architektur, Informationssicherheit & Datenschutz. Dazu gehört eine technische Infrastruktur, die auf dem
neuesten Stand ist, Stichwort Firewall und Co. Genauso wichtig sind aber auch wiederkehrende Sensibilisierungsschulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Awareness-Maßnahmen. 

Landtagswahlen Baden-Württemberg: ein technischer Ausblick

Am 8. März 2026 wählen die Bürgerinnen und Bürger Baden-Württembergs ihren neuen Landtag. Für die Durchführung können Kommunen die Komm.ONE-Software Kommunalmaster Einwohner und den Wahlmanager nutzen. Der Wahlmanager unterstützt bei der Wahlauswertung, der Ergebnisermittlung und -präsentation. Die aktuell optimierte Version bietet neue Module und Funktionalitäten. „Wir richten unsere Software immer an den Bedürfnissen der Kommunen aus und stehen daher stets im engen Austausch mit unseren Mitgliedern und Kunden“, sagt Kathrin Utz, Komm.ONE-Wahlkoordinatorin.

KI in der Verwaltung

Die Erwartungshaltung ist hoch: Künstliche Intelligenz soll die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung vorantreiben. Es gibt viele Ansätze und Ideen, wie dies gelingen kann. „Wir schauen uns die Optionen genau an und ermitteln den Mehrwert, den sie den Kommunen bringen“, sagt Christoph Schnorrenberger, Komm.ONE-Centerleiter Innovation, Geschäftsfeldentwicklung & Beratung. „Unser Fokus liegt aktuell auf dem KI-Einsatz in unseren Fachverfahren. Sie sollen noch stärker automatisiert und noch effizienter werden.“ Einige KI-Komponenten sind bereits aktiv. So gibt es beispielsweise beim Dokumentenmanagement-System enaio® ein „Dialog ad-hoc“-Tool, das eine direkte Dokumentenanalyse ermöglicht. Auch beim Fachverfahren Kommunalmaster Fahrzeug wird KI demnächst unterstützend bei der Erstzulassung aus dem Ausland eingesetzt werden. Für klassische Assistenz-Aufgaben werden wir in Kürze ebenfalls ein KI-Tool anbieten. 

Registermodernisierung

Moderne Register sind eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass die Digitalisierung der Kommunen gelingt. Denn viele Online-Dienste und Fachverfahren und damit kommunale Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger, wie beispielsweise Kfz- oder Wohnsitzanmeldungen,
müssen auf Register zugreifen. Noch steht Deutschland vergleichsweise am Beginn der Entwicklung zur modernen Verwaltung, weil die föderale Heterogenität sehr hoch ist. Dies erschwert den automatisierten und effizienten Datentransfer. Hinzu kommen Dateninkonsistenzen zwischen Registern, eine nicht immer sicher gestellte eindeutige Zuordnung und punktuell auch Mängel in der Datenführung. „Um die Modernisierung voranzutreiben, engagieren wir uns vielfältig und auf allen Ebenen. So arbeitet die Komm.ONE beispielsweise im Rahmen des Wettbewerbs „Register-as-a-Service“ (RaaS) an der Entwicklung eines cloudbasierten Melderegisters mit. Ebenso unterstützen wir unsere Mitglieder und Kunden fortlaufend dabei, ihre Register fit für die Zukunft zu machen“, sagt Dr. Georg Dinter, Leiter der Stabsstelle Portfoliomanagement. 

Pressefotos und Expertengespräche

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kommunalen IT. Schreiben Sie an presse@komm.one

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Über die Komm.ONE

Die Komm.ONE ist eine Anstalt öffentlichen Rechts in gemeinsamer Trägerschaft der Kommunen
und des Landes Baden-Württemberg mit Hauptsitz in Stuttgart und Niederlassungen in Freiburg,
Heidelberg, Heilbronn, Karlsruhe, Reutlingen und Ulm. Als Service- und Informationsproviderin für
die Kommunen, ihre Bürgerinnen und Bürger und die öffentliche Verwaltung in BadenWürttemberg gestaltet sie gemeinsam mit ihren Trägern die Transformation zur digitalen
Verwaltung und ist in ausgewählten Bereichen auch bundesweit tätig.
www.komm.one